Guter Rechnungsabschluss trotz Mitgliederrückgang
Die Reformierte Kirchgemeinde Wegenstettertal schloss die Jahresrechnung 2025 trotz tieferer Steuereinnahmen als budgetiert erfreulich ab. Bei Steuereinnahmen von knapp 461’000 Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 26’481 Franken. Die Kirchgemeindeversammlung genehmigte die Rechnung einstimmig mit 22 Stimmberechtigten.
Der Überschuss wurde dem Rückstellungsfonds zugewiesen, nachdem diesem im Jahr 2025 bereits 30’000 Franken entnommen worden waren. Finanzressortleiter Roger Leuenberger betonte, dass damit Vorsorge für zukünftige ausserordentliche Ereignisse getroffen werde. Ein Wasserschaden im Keller, der auch zum Totalschaden der Wärmepumpe führte, konnte dank der Gebäudeversicherung finanziell aufgefangen werden.
Ende 2025 zählte die Reformierte Kirchgemeinde Wegenstettertal 786 Mitglieder (Vorjahr: 801). Die Präsidentin zeigte anhand der Mitgliederentwicklung auf, weshalb die Kirchenpflege die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Möhlin weiter vertiefen und eine mögliche Fusion prüfen möchte, wie Ruth Imhof-Moser, Präsidentin der Kirchenpflege, darlegte.
Seit Oktober 2025 wird Pfarrerin Irina Schweighoffer-van Bürck während ihres Mutterschaftsurlaubs vertreten. Pfarrerin Maria Doka übernahm diese Aufgabe mit grossem Engagement. Sharon Schiller schloss ihre Ausbildungszeit als Sozialpädagogin Ende Mai 2026 ab und setzte ihre Ausbildung an einer anderen Kirchgemeinde fort, wo sie weitere Erfahrungen sammeln kann.
Ein Mitwirkungsanlass vom 26. August 2025 bot den Gemeindegliedern Gelegenheit, ihre Anliegen und Erwartungen zur zukünftigen Zusammenarbeit mit Möhlin und zu einer möglichen Fusion einzubringen.
Bewährt hat sich der neu eingeführte ökumenische Religionsunterricht. Auch die ökumenischen Gottesdienste sowie verschiedene Vortragsveranstaltungen stiessen auf grosses Interesse. Besonders erwähnt wurde der Vortrag von Susi Horvath, Leiterin der Notschlafstelle Aargau. Sie wird künftig auch im Leitungsteam des Angebots «Coffee & Talk» mitarbeiten.
Erfreulich ist zudem die Wahl von Barbara Garden-Jegge aus Zuzgen in die Kirchenpflege. Nach längerer Suche stellte sie sich überraschend zur Verfügung und wird als HR-Fachfrau künftig den Bereich Personal verantworten. Zudem wird Elisabeth Jakober ab August als diakonische Mitarbeiterin im Bereich Seelsorge und Begleitung tätig sein und damit das Pfarramt entlasten.
Auf Wunsch der Pfarrerin soll das Pensum der Pfarrstelle von 80 auf 50 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wird geprüft, wie durch eine engere Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Möhlin Synergien genutzt werden können.

Barbara Garden-Jegge (links) wurde neu in die Kirchenpflege gewählt. Elisabeth Jakober übernimmt ab August sozialdiakonische Aufgaben. (Bild: Fritz Imhof)